Die Sozialberatung Schwäbisch Gmünd wurde 1947 gegründet. Wir haben uns in der Region Ostalb in den Bereichen Straffälligen- und Suchthilfe mit Schwerpunkt Drogenhilfe etabliert.
-Anlauf- und Beratungsstelle für Straffällige und Gefährdete
-Ambulant betreutes Wohnen, sowie betreutes Wohnen in dem Wohnprojekt „Rechbergstrasse“ nach § 72 BSHG
-Anerkannte Psychosoziale Beratungsstelle/ Kontakt- und Anlaufstelle „LiM!T“
-Therapievorbereitungsprogramm für suchtkranke Frauen in der JVA Schwäbisch Gmünd
-Aufsuchende Suchtberatung in der JVA Schwäbisch Gmünd und Außenstellen
Die Psychosoziale Beratungsstelle (PSB)
Anlauf- und Beratungsstelle der PSB: Prävention, Beratung, Behandlung und Therapie von suchtkranken Menschen, Gefährdeten und Angehörigen. Bei einem Grossteil der Klienten steht die Straffälligkeit im Zusammenhang mit Suchtmittelabhängigkeit. Durch den Ausstieg aus der Abhängigkeit wird oftmals auch ein Ausstieg aus strafrechtlich relevantem Verhalten erreicht. Die Klärung von Arbeits- und Wohnsituation, der sozialen Umfeldsituation, Schuldenregulierung bis hin zur Unterstützung bei der Arbeitssuche gehören deshalb zum Resozialisierungsprozess elementar dazu. der Beratungsstelle sind: Information, Beratung und Betreuung. Die Gespräche finden meist in Form von Einzelberatung statt.
In Zusammenarbeit mit den Beratungsstellen der Caritas und der Diakonie, sowie der Fachklinik Four Steps haben wir im Jahr 2006 ein weiteres wichtiges Angebot im Suchthilfesystem des Ostalbkreises realisieren können:
CleanStart ist anstelle einer stationären Rehabilitation für all diejenigen gedacht, die sich ein ambulantes Setting zutrauen, psychosoziale Unterstützung durch Angehörige genießen und ihren Alltag weitgehend selbst bewältigen. Die wohnortnahe Therapie ermöglicht es, dass der Klient/ die Klientin während der Behandlung im vertrauten sozialen Umfeld verbleibt und einer Arbeitstätigkeit (bzw. Schule, Praktikum, Kinderbetreuung) weiter nachgehen kann.
CleanStart ist aber auch für Menschen geeignet, die sich für eine Kombibehandlung oder auch eine Nachsorgebehandlung (im Anschluss an eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme) interessieren
Kontakt- und Anlaufstelle für Drogengebraucher „Limit“
Am 03. November 1999 eröffnete die Sozialberatung Schwäbisch Gmünd e.V. die Kontakt- und Anlaufstelle für Drogengebraucher „LiM!T“. Der Kontaktladen stellt das erste niedrigschwellige Projekt für Drogenkonsumenten im Ostalbkreis dar. Im „LiM!T“ stellen wir den BesucherInnen ein umfassendes und unverbindliches Serviceangebot bereit, das konkrete lebenspraktische Hilfen, Angebote der Gesundheitsfürsorge, Vermittlungsmöglichkeiten sowie Beratung und Betreuung beinhaltet. Überlebenshilfen und Schadensminimierung stehen an erster Stelle. Darüber hinaus können Beratungsangebote während und außerhalb der Öffnungszeiten von den BesucherInnen vereinbart werden, aber auch spontan genutzt werden. Hierin besteht unter anderem ein ergänzendes Angebot zur Beratungsstelle, da wir für Hilfesuchende ohne feste Terminbindung über mehrere Stunden erreichbar sind. Die Beratung beruht auf Freiwilligkeit der BesucherInnen.
Psychosoziale Begleitung im Rahmen der Substitution: Das Modell „KOSA“
Psychosoziale Begleitung im Rahmen der Substitution hat sich in den letzten Jahren zu einem weiteren Schwerpunkt unseres Aufgabenbereichs entwickelt. So dürfte es nicht verwundern, dass das Jahr 2003 ganz im Zeichen von „KOSA“ stand. Aufgrund der Änderungen der BUB-Richtlinien, der Erhöhung der Betreuungszahlen, aber auch hinsichtlich der einschneidenden Veränderungen durch die Substitutionsmittel selbst, sahen wir uns aufgefordert, neu über Sinn, Möglichkeiten und Grenzen der psychosozialen Begleitung im Rahmen der Substitution nachzudenken. Ziel war es, unser Angebot der psychosozialen Begleitung effektiver zu gestalten und Mindeststandards unserer Arbeit zu entwickeln und konkret zu benennen – ohne damit die Substitution in ihrem Wert der Niedrigschwelligkeit per se in Frage zu stellen.
Am Ort des Geschehens – Streetwork in Schwäbisch Gmünd...
Bei näherer Betrachtung erweist sich der Begriff „Streetwork“ als überraschend unklar.
Zwar existiert in der Literatur eine Vielzahl von Definitionsversuchen, doch eine einheitliche Begrifflichkeit sucht man vergebens.
Einigkeit besteht also allenfalls in der Uneinigkeit – wohl ein Indiz für die nach wie vor eher randständige fachliche Profilierung dieses Teilbereichs Sozialer Arbeit. Wir von der Sozialberatung Schwäbisch Gmünd e.V. verstehen unter Streetwork einen wichtigen Ansatz innerhalb der professionellen Suchtkrankenhilfe, der eine notwendige Ergänzung zu den bisherigen „komm-strukturierten“ Angeboten darstellt.
Streetwork wartet nicht, bis die Adressaten die Hilfe-Einrichtungen aufsuchen, sondern geht aktiv auf die Adressaten zu, sucht sie in ihrem Alltag, ihrer Lebenswelt auf. Quasi: Wir zielen mit Streetwork auf die Bereitstellung lebensweltnaher Hilfs- und Informationsangebote „vor Ort“ ab.
Betreutes Wohnen – Rechbergstrasse
Ambulantes Betreutes Wohnen
Mit unserem betreuten Wohnangebot bieten wir Hilfe für straffällig gewordene Männer und Frauen an. Inhaftierte, die nach ihrer Haftentlassung keine angemessene Wohnmöglichkeit haben, können in der Rechtbergstrasse in 1-Zimmer-Apartments aufgenommen werden.
Aufsuchende Arbeit in der Justizvollzugsanstalt Schwäbisch Gmünd
Die aufsuchende Arbeit im Vollzug durch die externe Drogenberatung unserer PSB umfasst die Beratung, Information, Motivation, sowie Vermittlung in ambulante, (teil-) stationäre Therapie für suchtkranke und suchtgefährdete Inhaftierte.
Bei Klienten, die eine längere Haftstrafe verbüssen, finden 1 bis 20 Gesprächskontakte statt, in Einzelfällen auch mehr. Pro KlientIn dauert der Kontakt durchschnittlich 20 Minuten. Der Prozess der aufsuchenden Beratung endet mit der Vermittlung der Inhaftierten in stationäre, teilstationäre, ambulante Therapie oder Betreuung. Auch die Verlegung oder Entlassung der Inhaftierten aus der JVA beendet in der Regel den Beratungsprozess.
TVP - Therapievorbereitungsprogramm
Die Sozialberatung Schwäbisch Gmünd e.V. konnte in Kooperation mit der JVA Schwäbisch Gmünd das so genannte Therapie-vorbereitungsprogramm (TVP) konzeptionieren und im Frauenvollzug installieren. Diese Schwerpunktaufgabe ist ein wichtiger Bestandteil der aufsuchenden Beratung im Vollzug. Die Drogenberatung der Sozialberatung wirkt dabei koordinierend und fachlich kooperierend im Programmablauf mit. Der Leiter des arbeitstherapeutischen Teils des Programms ist bei der Sozialberatung extern angestellt.
Sucht und Drogen Informationen
Limit Kiffer Test
Substititionsfibel
Drogen & Führersein Informationen zur MPU
Gesundheitstipps